Sensibilisierungskampagne: «Problempflanzen – weg damit!»

Pflanzen halten sich nicht an Gartenzäune. Einige exotische Arten breiten sich besonders schnell aus und nehmen den einheimischen Pflanzen und Tieren die Lebensgrundlage. Um Hobbygärtner und -gärtnerinnen für Problempflanzen und den richtigen Umgang mit ihnen zu sensibilisieren, startet in den Basler Freizeitgärten die Kampagne «Problempflanzen – weg damit!».

(Bild: zVg) Obwohl sie dekorativ aussehen und beliebt sind, in- und ausserhalb der Gärten können die sogenannten «invasiven Neophyten» Probleme verursachen.

(Bild: zVg) Obwohl sie dekorativ aussehen und beliebt sind, in- und ausserhalb der Gärten können die sogenannten «invasiven Neophyten» Probleme verursachen.

Gebietsfremde Pflanzen können zu einem Problem werden, wenn sie sich nicht nur etablieren, sondern einheimische Arten verdrängen. Obwohl sie dekorativ aussehen und beliebt sind, in- und ausserhalb der Gärten können die sogenannten «invasiven Neophyten» Probleme verursachen. Grosse Bedeutung kommt daher der Prävention zu, die jetzt in Basel mit einer Sensibilisierungskampagne startet.

Basler Freizeitgärten
Erste Adressaten der Sensibilisierungskampagne sind die Pächter und Pächterinnen der Basler Freizeitgärten. Sie erhielten Anfang April mit der Jahresrechnung ein Faltblatt mit den am meisten verbreiteten invasiven Neophyten sowie ein Plakat «Problempflanzen – weg damit» mit gezeichneten Handlungsanweisungen. Die Unterlagen wurden von der Stadtgärtnerei Basel, dem Kantonalen Laboratorium Basel-Stadt und dem Sicherheitsinspektorat der Bau- und Umweltschutzdirektion Basel-Landschaft gemeinsam erarbeitet.

Beschreibung und Bilder
Das Faltblatt listet die acht Neophyten auf, die die grössten Probleme bereiten und deshalb entfernt werden sollten. Beschrieben und bebildert werden der Sommerflieder, der Riesenbärenklau, der Essig- sowie Götterbaum, die nordamerikanischen Goldruten, das drüsige Springkraut, der japanische Knöterich sowie der Kirschlorbeer. Das Dokument liefert ausserdem Empfehlungen, welche Pflanzen anstelle der invasiven Neophyten problemlos im Garten Einzug halten können.

Erkennen – entfernen – geniessen
Das Plakat zeigt bildlich, wie mit Problempflanzen umzugehen ist. Drei Schritte – Erkennen, Entfernen, Geniessen – führen zu einem sorglosen Garten. Zur Erkennung von Neophyten verweist das Plakat auf das Faltblatt oder auf www.neophyten-schweiz.ch. Die Freizeitgärtner werden aufgefordert, die Pflanzen mit den Wurzeln zu entfernen und sie mit dem Kehricht zu entsorgen. Nebst kleinen Plakaten, die im Gartenhaus gut sichtbar aufgehängt werden können, weisen in den Freizeitgartenarealen Plakate im Weltformat auf die Problematik hin. Vertreter der Stadtgärtnerei, des Kantonalen Laboratoriums Basel-Stadt und des Zentralverbands der Freizeitgartenareale informieren zudem an den Generalversammlungen der Freizeitgartenvereine zum Thema.

Neophyten
Wörtlich übersetzt bedeutet Neophyten «neue Pflanzen». In der Schweiz haben sich rund 550 Arten angesiedelt. Die Mehrheit dieser gebietsfremden Pflanzen ist gut in unsere Umwelt integriert und hat die heimische Flora bereichert. Einige wenige der neuen Pflanzen können sich invasiv verhalten. Diese Problempflanzen breiten sich stark aus und verdrängen die einheimische Flora. Bestimmte Pflanzen sind gefährlich für unsere Gesundheit, andere können Bachufer destabilisieren oder Bauten schädigen.

Redaktion

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