Potenziale von neuen Energien in der Zentralschweiz

Sonne, Wasser, Wind, Pflanzen, Holz, Erdwärme – unser Planet bietet grosses Potenzial zur Stromerzeugung. Die CKW investieren in neue Energien und fördern sie dort, wo die ökonomischen, ökologischen, raumplanerischen und technischen Voraussetzungen gegeben sind.

(Quelle und Bilder: CKW)

(Quelle und Bilder: CKW)

Um diese in der Zentralschweiz auszuloten, haben die CKW 2007 eine Potenzialanalyse erstellt, welche Grenzen und Möglichkeiten im Versorgungsgebiet der CKW-Gruppe aufzeigt. Daraus wurden die strategischen Ziele abgeleitet. Die Produktionsmöglichkeiten und deren Potenziale sind innerhalb des CKW-Gebietes sehr unterschiedlich verteilt:

Wasser
Strom aus Wasserkraft ist relativ günstig und liefert konstant und planbar Energie. Man nutzt bereits verschiedene Möglichkeiten zum Ausbau bestehender Wasserkraftwerke und prüft Möglichkeiten, um mittlere und kleinere neue Wasserkraftanlagen realisieren zu können. Gut realisierbar sind häufig Trinkwasserkraftwerke von Gemeinden mit hoch gelegenen Quellwasserfassungen. Realisierbares Potenzial (Zentralschweiz, v.a. Kanton Uri): Insgesamt ca. 140 Mio. kWh/Jahr (Jahresbedarf von ca. 30‘000 Haushalten).

Sonne
Die Produktion von Strom mit der Sonne ist in den letzten Jahren immer günstiger geworden. Allerdings ist zu beachten, dass Strom aus Sonnenkraft nur dann verfügbar ist, wenn die Sonne scheint. Im Winterhalbjahr liefern Solaranlagen weniger als 1/3 der Jahresproduktion. Diese unregelmässige und kaum planbare Produktion macht es nötig, dass Ersatzkraftwerke bereitstehen, wenn die Sonne nicht bzw. zu wenig scheint. Theoretisches technisches Potenzial (alle geeigneten und einigermassen nach Süden geneigten Dachflächen würden genutzt): ca. 1’000 Mio. kWh/Jahr.

Wind
Obwohl die Schweiz kein typisches Windland ist, kann an vereinzelten Standorten eine Stromproduktion aus Windkraftanlagen interessant sein. Zwar liefert Strom aus Windkraft ebenfalls keine planbare Energie, dennoch lassen sich mit modernen Anlagen relativ grosse Strommengen zu günstigen Preisen generieren. Realisierbare Ausbaupotenzial: 50–100 Mio. kWh/Jahr (Jahresbedarf von 10’000 bis 20’000 Haushalten).

Biomasse
Holz wird noch zu wenig genutzt, nicht geerntet oder gar entsorgt. Nur die Hälfte der jährlich nachwachsenden Holzmenge wird heute genutzt. Mit modernen Holzkraftwerken kann Holz nicht nur zur Produktion von Wärme genutzt werden, sondern auch zur Stromproduktion. Geschätztes Potenzial: 40–50 Mio. KWh/Jahr (Jahresbedarf von 8’000 bis 10‘000 Haushalten). Auch in Grünabfällen und in Gülle/Mist aus der Landwirtschaft steckt nutzbare Energie. Gerade im Kanton Luzern ist das Potenzial erheblich. Neben den bereits bestehenden grossen Feststoffvergärungsanlagen existiert dank des Viehbestandes für zahlreiche landwirtschaftliche Biogasanlagen ein Stromproduktions-Potenzial von ca. 10 Mio. kWh.

Geothermie
Die für die Stromproduktion nutzbaren heissen Temperaturen liegen in einer Tiefe von mindestens 5’000 Metern. Sobald Bohrungen, Wärme-Erschliessung und Umwandlung in diesen Tiefen technisch machbar sind, erhoffen wir uns mit Geothermie eine stetig verfügbare, relativ günstige und grosse Energiequelle. Potenzial: 140 Mio. kWh (Jahresbedarf von ca. 30’000 Haushalten).

nico.

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